von TN34 Brutal einfach: Brutalist Design stellt das Web­design auf den Kopf

Webdesign wird von den meisten Gestaltern und auch Website-Betreibern als eine eher moderne, an „ordentlicher“ und vor allem augenschmeichelnder Gestaltung ausgerichtete Kunst gesehen. Das Ergebnis sind aufgeräumte, leichtfüßige und aufwändig programmierte Kunststücke. Dem stellt sich seit einiger Zeit eine Gegenbewegung entgegen: das Brutalist Design.

Einfach nicht einfach

Brutalist Design ist laut der der Website brutalistwebsites.com des Schweizer Designers Pascal Deville eine Reaktion auf die moderne Herangehensweise im Webdesign, vor allem gefällig und bedienbar zu sein. Dem stellen sich einige Webdesigner bewusst entgegen und entwerfen Designs, die bewusst nicht „fertig“ oder „designed“ aussehen sollen, sondern eher an die Urzeit des Internet erinnern.

Mit ASCII-Art, einfacher Textgestaltung und roh gestaltetem Seitenaufbau sieht Brutalist tatsächlich eher aus, wie eine MySpace-Seite aus den den frühen 00er-Jahren. Die Herausforderung an den Webdesigner ist also, sich von Design-Konventionen und Anforderungen an komplexe Gestaltung freizumachen und stattdessen die simpelsten zur Verfügung stehenden Mittel für seine Arbeit zu nutzen.

Inspirierend anders

Für Verfechter „modernen“ Webdesigns sind Websites in Brutalist Design deswegen eine echte Fundgrube für Denkanstöße. „Back to the roots“ ist die Devise und macht den Blick frei für Gestaltungsansätze mit minimalen technischen Hilfsmitteln. Brutalist Design ist in seiner Einfachheit gleichzeitig eine echte Herausforderung des Status quo und hilft, übernommene Gestaltungsgrundsätze zu hinterfragen und mit den Sehgewohnheiten der Besucher (bewusst) zu brechen. Das kann sogar ein Stilmittel sein, wie die Produkt-Website zum TNT Advanced Prototype des Sneaker-Herstellers VANS zeigt: https://www.vans.com/trujillo

Nicht zuletzt gibt es aber auch kommerziell erfolgreiche Beispiele für Websites, die bewusst auf Brutalist Design setzen: Craigslist ist wohl das prominenteste Exemplar einer gewollt einfachen Websitegestaltung. Und der Grund ist hier tatsächlich die Nutzerorientierung! Denn in Gegenden mit nur mäßig zuverlässigem oder langsamen Internet ist der ressourcenschonende und einfache, auf den Inhalt fokussierte Gestaltungsansatz ein absoluter Vorteil gegenüber datenhungrigen Portalen.

Design folgt Funktion

Und so kommt es doch wieder auf die Schnittmenge aus Betreiber- und Nutzersicht an: was soll die Seite erreichen, was braucht der Besucher? Wichtig ist, sich bei der Suche nach der passenden Antwort auch von unorthodoxen Ansätzen inspirieren zu lassen. Brutal einfach, sollte man meinen.

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