von Sven In Bewegung (Teil 2): Video­formate

Die Top 5 der beliebtesten Formate

Video im Web heißt zu einem überwältigend großen Teil: YouTube. Die Videoplattform aus dem Hause Google/Alphabet ist der Platzhirsch im Bewegtbildmarkt, auch wenn Facebook/Instagram seit geraumer Zeit den Anschluss suchen. Aber dazu mehr im nächsten Teil. Jetzt geht es kanalunabhängig um die beliebtesten Formate. Und dabei hilft ein Blick auf YouTube, das als Dreh- und Angelpunkt des Videos im Web einen guten Gradmesser der aktuellen Sehgewohnheiten liefert.

Musikvideos

Seit „Gangnam Style“ des K-Pop-Vorreiters Psy im Dezember 2012 die magische Grenze von 1 Milliarde (!) Views durchbrochen hat (und dieses Jahr von „Despacito“ mit über 5 Mrd. Views weit abgehängt wurde), hat sich das Musikvideo endgültig auf YouTube durchgesetzt. Für Marken ein zwar vordergründig nicht ganz relevantes Feld, aber trotzdem sieht man, wie wichtig Musik für den Videokonsum im Web ist. Kooperationen mit Künstlern, die Video als Teil ihres Schaffens sehen, können extrem viel Sichtbarkeit bringen.

Tiervideos

Das Internet liebt Katzen. Und Hunde. Und Eichhörnchen. Und Delfine. Und überhaupt die ganze Fauna, so lange sie unterhaltsame, unerwartete oder einfach zum Schreien komische Dinge tut. Auch für großartig produzierte Dokumentationen wie bei National Geographic ist genug Platz in diesem Segment. Wenn Sie also die Liebe des Internets im Sturm erobern wollen: lassen Sie die Tiere sprechen. Vielleicht aber nicht unbedingt einen Affen als Nachrichtensprecher...

How-to

YouTube ist eine der wichtigsten Suchmaschinen im Netz und vor allem beliebt bei Ratsuchenden. Genauer gesagt wächst die Zahl der Suchen nach Anleitungen laut einer Google Studie jährlich um ca. 70%! Wie baue ich ein Hochbeet? Wie entwickle ich eine Website? Wie mache ich Eiscreme selbst? Für alle nur denkbaren „Wie-mache-ich“-Fragen gibt es auf YouTube eine Antwort. Für Baumärkte schon lange ein beliebtes Feld, um Selbermacher*innen anzusprechen und die eigenen Produkte zu platzieren. Und natürlich auch für Kosmetikhersteller und Drogeriemärkte.

Letsplay

Kennen Sie den erfolgreichsten YouTuber aller Zeiten? Er kommt aus Schweden und hört auf den klangvollen Namen PewDiePie. Und sein Genre sind Videos, die ihn beim Computerspielen zeigen. Das bedeutet, dass Millionen Menschen einen Schweden dabei beobachten, wie er vor seinem Rechner sitzt und zockt. Für viele unvorstellbar, ist das Letsplay aber eines der erfolgreichsten Genres im Video Web und der Trend reißt nicht ab.

Educational

Während How-to-Videos eher den praktischen Teil der Suche nach Wissen abdecken, kümmern sich Videos von MrWissen2Go und Jung und Naiv eher um die nicht sehr graue Theorie. Educational heißt: Fragen nach Hintergründen oder (vermeintlich) Offensichtlichem nachgehen und das Wissen dazu visuell ansprechend vermitteln. So kommt es dann auch, dass sich selbst Spitzenpolitiker*innen nicht zu fein sind, mit YouTuber*innen auf einer Couch ihr Programm zu besprechen. Und für Marken ist die Suche nach Wissen eine geniale Gelegenheit, nicht nur Wissensmanagement zu betreiben, sondern es nach außen zu tragen.

Worauf es ankommt: Spielregeln für Videos

„Sei’ du selbst.“ Das ist die wichtigste, einfachste und schwierigste Regel, wenn es an die Videoproduktion geht. Egal, wie amateurhaft es aussieht, das Videomaterial sollte immer ein Abbild dessen sein, was den Urheber ausmacht. Oder zumindest einen Aspekt dessen verkörpern. Sie können lustige, ernste, wacklige, hochglanzproduzierte, atemberaubende oder auch langatmige Videos produzieren – wichtig ist, dass Sie den Anschluss an Ihre Zuschauer suchen und nutzen.

„Sei’ du selbst“ bedeutet auch, ein Corporate Design für Videos zu haben. Intro, Outro, Begrüßungssatz, Bauchbinden, Einblendungen, Beschreibungstexte...es gibt viele Bausteine einer Markenidentität im Videobereich, die Sie im Blick haben sollten. Und gleichzeitig sollten Sie es nicht übertreiben: lassen Sie Ihre Videos nicht wie eine Dauerwerbesendung aussehen, sondern wie eine Unterhaltung mit einem Kunden.

Und schauen Sie viele Videos. Dadurch lernen Sie die Gepflogenheiten, Eigenheiten und Genres besser kennen und können sich für Ihre eigenen Videos inspirieren lassen!

Auf Wiederlesen!

Nach diesem Ritt durch die bunte Bewegtbildwelt geht es im dritten Teil um die Kanäle, in denen Videos heute platziert werden.

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